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Selbst machen oder
Agentur beauftragen? 

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Diese Frage stellt sich fast jeder Gründer irgendwann – und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Weder "immer selbst machen, um Kosten zu sparen" noch "sofort alles auslagern" ist pauschal richtig.

 

Die passende Entscheidung hängt von drei Faktoren ab, die sich jeder Gründer selbst ehrlich beantworten sollte.

Lesezeit:
5 Minuten

Datum:
18.08.2026

Selbst machen oder Agentur beauftragen? Eine Entscheidungshilfe für Gründer

Auffällig ist, dass viele Gründer diese Entscheidung emotional statt strategisch treffen: Aus einem allgemeinen Sparzwang heraus wird zunächst grundsätzlich alles selbst gemacht, unabhängig davon, ob das im Einzelfall überhaupt sinnvoll ist. Andere geben aus Unsicherheit direkt alles ab, obwohl einfache Grundlagen problemlos selbst zu bewältigen wären. Beide Reflexe führen selten zur besten Lösung – eine bewusste Abwägung entlang der folgenden drei Faktoren liefert deutlich verlässlichere Ergebnisse.

Wichtig ist außerdem, die Entscheidung nicht pauschal für "Online-Marketing" als Ganzes zu treffen, sondern für einzelne Teilbereiche getrennt zu betrachten. Die Antwort kann für das Google Unternehmensprofil "selbst machen" lauten und für die Steuerung datengetriebener Werbekampagnen "auslagern" – beide Entscheidungen schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern ergänzen sich meist zu einem stimmigeren Gesamtbild als eine einzige, pauschale Grundsatzentscheidung.

Faktor 1: Verfügbare Zeit

Online-Marketing selbst zu übernehmen kostet Zeit – oft mehr, als zu Beginn eingeplant wird. Wer bereits mit Produktion, Kundenkontakt und Verwaltung ausgelastet ist, verliert bei zusätzlicher Marketing-Arbeit entweder an anderer Stelle Zeit oder erledigt das Marketing nur oberflächlich, was selten zu Ergebnissen führt. Zeit ist deshalb oft der entscheidendere Faktor als das verfügbare Budget.

Faktor 2: Bereitschaft, sich einzuarbeiten

Grundlagenwissen lässt sich mit etwas Zeit selbst aneignen – ein Google Unternehmensprofil einzurichten oder erste einfache SEO-Prinzipien umzusetzen, ist keine Raketenwissenschaft. Komplexere Bereiche wie technisches SEO, datengetriebene Werbekampagnen oder GEO-Strategie erfordern dagegen fortlaufende Auseinandersetzung mit einem Fachgebiet, das sich ständig verändert. Wer diese Zeit weder investieren kann noch will, ist mit externer Unterstützung meist besser beraten.

Faktor 3: Wie schnell Ergebnisse gebraucht werden

Wer sich Zeit lassen kann, profitiert davon, sich Wissen selbst anzueignen – der Lernprozess kostet zwar Zeit, spart aber langfristig Geld und baut internes Know-how auf. Wer dagegen unter Zeitdruck steht, etwa weil die Kundenakquise sofort anlaufen muss, profitiert eher von externer Erfahrung, die Umwege vermeidet, die man als Einsteiger typischerweise macht. Dabei darf man nicht vergessen, dass auch der Markt nicht schläft: Wer sich zu viel Zeit lässt, riskiert, dass mögliche Umsätze auf der Strecke bleiben, während die Konkurrenz längst sichtbar ist.

Ein sinnvoller Mittelweg

Die Entscheidung muss nicht "entweder oder" sein. Viele Gründer starten mit den einfachen Grundlagen in Eigenregie (Google Unternehmensprofil, erste Website-Inhalte) und geben komplexere oder zeitintensive Bereiche wie Werbekampagnen-Steuerung oder tiefergehende SEO-Arbeit gezielt ab. Das reduziert die Kosten für externe Unterstützung, ohne dass wertvolle Zeit in Bereichen verloren geht, in denen Erfahrung den entscheidenden Unterschied macht.

Signale, die für externe Unterstützung sprechen

Es gibt einige wiederkehrende Situationen, in denen sich externe Unterstützung besonders auszahlt: wenn eigene Versuche über mehrere Monate keine erkennbare Wirkung zeigen, wenn das Zeitbudget durch das operative Geschäft bereits vollständig ausgeschöpft ist, oder wenn ein Bereich (z. B. datengetriebene Werbekampagnen) so fehleranfällig ist, dass ein einzelner Anfängerfehler das gesamte Budget unwirksam macht. In diesen Fällen ist der Preis für externe Unterstützung meist geringer als die Kosten, die durch Zeitverlust oder Fehlinvestitionen in Eigenregie entstehen.

Signale, die für Eigenregie sprechen

Umgekehrt sprechen einige Situationen klar für die eigene Umsetzung: wenn es um überschaubare, gut dokumentierte Grundlagen geht, wenn ausreichend Zeit vorhanden ist und wenn der Aufbau von internem Wissen langfristig strategisch wichtig ist – etwa, weil man später ohnehin Mitarbeitende einstellen möchte, die dieses Wissen brauchen. Eigenregie lohnt sich besonders dort, wo Fehler wenig kosten und der Lerneffekt hoch ist.

Die Entscheidung ist nicht endgültig

Viele Gründer behandeln diese Frage, als müsste einmal eine Entscheidung für die gesamte Unternehmensgeschichte getroffen werden. Tatsächlich verändert sich die passende Antwort mit der Zeit: Was zu Beginn in Eigenregie machbar war, kann mit wachsendem Unternehmen zeitlich nicht mehr tragbar sein – und umgekehrt kann sich mit wachsendem eigenem Wissen die Notwendigkeit externer Unterstützung in bestimmten Bereichen verringern. Es lohnt sich, die eigene Aufteilung zwischen Eigenregie und externer Unterstützung regelmäßig zu überprüfen, statt eine einmal getroffene Entscheidung unhinterfragt beizubehalten.

Worauf bei der Auswahl externer Unterstützung zu achten ist

Fällt die Entscheidung zugunsten externer Unterstützung, lohnt sich ein genauer Blick auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Werden Ergebnisse regelmäßig und verständlich kommuniziert, oder bleibt unklar, was konkret umgesetzt wird? Gerade für Gründer ohne eigenes Fachwissen ist diese Nachvollziehbarkeit wichtig, um beurteilen zu können, ob die Zusammenarbeit tatsächlich wirkt – unabhängig davon, für welchen Anbieter man sich letztlich entscheidet.

Häufiger Fehler: Die Entscheidung nur am Preis festmachen

Ein verbreiteter Denkfehler ist, ausschließlich die günstigere Option zu wählen, ohne die eigene Zeit als Kostenfaktor einzurechnen. Wer 10 Stunden pro Woche in Eigenregie investiert, "spart" zwar Geld, verliert aber Zeit, die anderswo im Unternehmen oft wertvoller eingesetzt wäre. Eine ehrliche Rechnung berücksichtigt deshalb immer beide Seiten: das tatsächliche Budget und den Wert der eigenen Zeit.

Ein kurzer Realitätscheck zum Abschluss

Eine einfache Orientierungsfrage kann bei der Entscheidung helfen: Würde ich diese Aufgabe auch dann noch selbst übernehmen wollen, wenn ich dafür bezahlt würde wie für meine eigentliche Kernleistung? Fällt die Antwort klar negativ aus, ist das ein deutliches Indiz dafür, dass sich externe Unterstützung lohnt – nicht, weil die eigene Kompetenz fehlt, sondern weil die eigene Zeit an anderer Stelle wertvoller eingesetzt ist.

Gerade der technische Website-Bau ist ein Bereich, bei dem sich externe Erfahrung besonders auszahlt – Fehler an dieser Stelle wirken sich auf alle späteren Maßnahmen aus. Wir übernehmen den technischen Aufbau Ihrer Website, sauber und suchmaschinenfreundlich von Grund auf.

Sprechen Sie uns an!

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